Zählmarken

Die großherzogliche Post hat als einer der wenigen Staaten eine Verordnung am 24. Juni 1863 für portofreie Postzustellungen eingeführt. Jede Gemeinde konnte mitmachen und mit einem AVERSUM (Bild 43, 45) Postsachen taxfrei zu anderen mitwirkenden Gemeinden schicken. Die Gebühren waren bis zu 250 Seelen 6 Gulden jährlich und reichten bis zu 30 Gulden bei über 1501 Seelen (Bild 44).

In Baden ist nach Übernahme des Postdienstes durch die Deutsche Reichspost ein neuer ABLÖSEVERTRAG Nr. 16 vom 1. Juni 1885 mit dem Badischen Staatsministerium abgeschlossen worden. Hierdurch wurde die Dienstpost der Behörden pauschal mit der Reichspost abgerechnet, die Staatspost blieb dadurch portofrei (Bild 46, 47).

Die Reichspost war letzten Endes aber nicht so glücklich mit dieser Berechnung, weil die wirklichen Kosten schlecht zu kalkulieren waren. Sie dachte eine Lösung zu finden durch dem Gebrauch von Zählmarken, um den benötigten Pauschalbetrag festzustellen, zunächst einmal in Preußen.

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